Startseite
Steckbrief

Chris: “Golden Retriever”

Der golden Retriever hat sich in einigen anderen europäischen Ländern zu beliebtesten Retriever-Rassen entwickelt. Dies verdankt er einer Reihe von Eigenschaften, wie sie in dieser Kombination bei kaum einer anderen Rasse beobachtet werden. Mit seiner hohen “Gehorsam- und Ausbildungs-Intelligenz” gehört er zu den besonders leicht erziehbaren Hunden: er lernt die meisten Befehle bereits innerhalb kĂĽrzester Zeit.    Intensive Arbeit mit dem Hund bewirkt eine enge Bindung zwischen ihm und seinem Besitzer. Dadurch entsteht sein Drang, es seinem Besitzer immer recht machen zu wollen, sein “will to please”.

Seine Anhänglichkeit bedeutet aber auch Sensibilität. Er braucht verständige Zuwendung, engen Kontakt zur Familie. Es widerspricht dem Wesen des Golden, vorwiegend im Zwinger gehalten zu werden. Die Familie ist sein Rudel, von dem er sich nicht trennen möchte.

Dank seiner “Fährigkeit”, dank seiner Toleranz, seiner Kinderfreundlichkeit und seines besonders gutmütigen Wesens wird er oft als der ideale Familien- und Anfängerhund bezeichnet. Damit er das tatsächlich sein kann, muss der Besitzer aber auch dem Hund einiges geben: ursprünglich als Jagdhund gezüchtet, braucht er Beschäftigung, viel Bewegung, eine grössere Wohnung, möglichst sogar ein Haus mit Garten.

Mehrere Spaziergänge täglich, auch bei Wind und Wetter, müssen selbstverständlich sein. Damit er in den Händen eines Nicht-Jägers seinen Jagdtrieb nicht beim Wildern ins Feld und Wald auslebt, sollte mit ihm gearbeitet werden. Er liebt es, spielerisch zu apportieren, er eignet sich als Blinden- oder Rettungshund, er wird als Lawinen- oder Drogensuchhund eingesetzt. Auch wer nicht beabsichtigt, ihm solche Aufgaben zu übertragen, sollte aber wissen, dass er seinem Hund viel Zeit widmen muss. Eine Grundausbildung ist die Basis, die jeder seinem Retriever angedeihen lassen sollte; dabei wird dann deutlich, welche weitere Beschäftigung für Hund und Besitzer am geeignetsten ist..

Ein idealer Jagdgefährte für die Niederwildjagd

Der “Golden” wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Schottland für die Jagd, vor allem in wasser- und deckungsreichem Gelände gezüchtet. Aber erst 1911 wurde er vom englichen Kennel-Club als eigenständige Rasse eingetragen. Geschossenes Wild aus dem Wasser oder auch aus dickem Gestrüpp seinem Herrn zu apportieren (engl. to retrieve)

oder dank seiner hervorragenden Nase den Jäger zum geschossenen Wild zu führen, war seine ursprüngliche Aufgabe. Der starke Such-, Finde- und Bringwille, der dem Golden eigen ist, macht ihn auch heute noch zum idealen Helfer bei der Niederwildjagd. Dieselben Eigenschaften, gepaart mit Wesensfestigkeit, Ruhe und Ausdauer, sind es, die auch seinen Einsatz als Rettungs- und Dorgensuchhund möglich machen.

Damit ist er schon fast ein Allrounder

Die gezielte Zucht zum Apportierhund hat bewirkt, dass es vielen Golden Retrievern ein tief verwurzeltes BedĂĽrfnis ist,  Gegenstände mit sich herumzutragen oder ihren Besitzern zu bringen. Im Haus muss  man deshalb genĂĽgend Spielzeug bereithalten, damit er dieses angeborene Verhalten ausleben kann und sich nicht an herumliegenden, empfindlichen Dingen vergreift. Sein weiches Maul, Grundvoraussetzung fĂĽr die Jagd, verhindert meist, dass das Apportierte Schaden nimmt.

Aber es gibt auch etwas, fĂĽr das er weniger geeignet ist: seine  ausgeprägte Menschen- freundlichkeit ist nicht vereinbar mit Schutzhundfunktion, mit Mannschärfe. Wer einen Wachhund braucht, der Haus und Hof gegenĂĽber Fremden  wirkungsvoll verteidigt, sollte sich nach einer anderen Rasse umsehen, wenn er Enttäuschung vermeiden will

Nach oben

[Startseite] [Steckbrief] [Freizeit] [Gesundheit] [Urlaub] [Spezial] [Links] [Hinweis]